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RC Wurzen

Wie klingt meine Stadt?

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Nachrichtenbild Mit offenen Ohren entdecken zwanzig Jugendliche ihre Heimat neu. Ermöglicht wurde das medienpädagogische Projekt zweier Leipziger Universitäts-Absolventen durch den Rotary Club Wurzen
Sehenswürdigkeiten sind zum Sehen da, nicht zum Hören. Oder vielleicht doch? Was paradox klingt, wurde an einem Oktoberwochenende in Wurzen Wirklichkeit. Zwanzig Jugendliche von acht bis 18 Jahren begaben sich zwei Tage lang auf die Jagd nach Klängen. "Wie klingt meine Stadt?" Was erfahre ich, wenn ich genau hinhöre? Mit dem Mikrophon in der Hand lauschten sie dem Sound ihrer Stadt. Unter professioneller Anleitung erstellten jungen Leute aus der sächsischen Stadt und ihrer Umgebung kleine Hörbilder für Radio und Internet.

Der Workshop wurde im Rahmen des medienpädagogischen Projekts "klangumfang" gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendhaus Wurzen realisiert. Dass Jugendliche heute wie selbstverständlich mit Medien umgehen, ist eine Binsenweisheit. Aber nutzen sie Medien bewusst – oder lassen sie sich von ihnen benutzen? Lesen sie Texte oder überfliegen sie sie nur? Betrachten sie Bilder oder lassen sie sich von ihnen berieseln? Hören sie viel oder hören sie hin?

Gemeinsam mit „klangumfang“ wollte der Rotary Club Wurzen, der das Projekt durch eine Spende ermöglichte, diesen Fragen genauer nachgehen. Hinter „klangumfang“  verbergen sich Amelie Becker und Friedemann Brenneis, zwei junge Journalisten und Absolventen der Medienpädagogik an der Universität Leipzig. Die Wurzener Rotarier wollten einen Beitrag leisten, dass junge Menschen ihre Umgebung bewusster wahrnehmen und Freude am Hinhören erleben. Tino Petzold, Präsident des RC Wurzen, sagt dazu: „Unsere Erfahrung zeigt, dass die Fähigkeit und die Bereitschaft zum aktiven Zuhören wichtige Voraussetzungen für persönlichen und beruflichen Erfolg sind. Gerade diese Fähigkeit droht aber unter einer Flut von Reizen und Informationen, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind, verloren zu gehen.“

Initiiert wurde das Projekt vor einem halben Jahr durch Frank-Thomas Suppee, Pastpräsident 2010/11: „Unser Club unterstützt die Idee von ‚klangumfang’, weil hier Schülern ermöglicht wird, durch den Umgang mit moderner Hörfunk-Technik und durch persönlichen Einsatz den eigenen Mediengebrauch zu reflektieren und das Zuhören zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis zu machen. Ganz nebenbei finden die Teilnehmer einen neuen Zugang zu ihrer Umwelt, leisten einen Beitrag zur besseren Wahrnehmung ihrer Heimat und lernen die journalistische Arbeitsweise kennen.“

Die Ergebnisse sind unter www.wie-klingt-meine-stadt.de nachzuhören.


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