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PETS in Hof

Gelungenes Treffen der „Neuen“

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Nachrichtenbild „Ich wusste gar nicht, dass bei Rotary so gelacht wird“, diese Äußerung eines Teilnehmers bringt die Stimmung beim diesjährigen PETS in Hof auf den Punkt: In lockerer und heiterer Atmosphäre gab’s jede Menge Wissenswertes und Nützliches für die künftigen Clubpräsidenten und ihre Sekretäre.
Bild oben:  DGE Johannes Koehler bedankt sich herzlich bei den Freunden des RC Hof-Bayerisches Vogtland für deren außerordentliches Engagement bei Vorbereitung und Durchführung des PETS 2011.

Es soll keineswegs darüber spekuliert werden, wie es im Club des oben zitierten Freundes normalerweise zugeht, zu wünschen sei ihm aber, dass er eine ordentliche Portion an rotarischer Freude, wie sie beim PETS spürbar war, in seinen Heimatclub mitnehmen konnte. Stimmiges Ambiente für das diesjährige President Elect Training Seminar bot die Hochschule in Hof.
Nicht unwesentlich verantwortlich für die heitere Stimmung war Prof. Udo Steiner, Rotarier und ehemaliger Bundesverfassungsrichter. Er hielt den Festvortrag zum durchaus ernsten Thema „Migration und Integration – wie geht es weiter?“ und schaffte es auf unnachahmliche Weise, einen schwierigen und gewichtigen Inhalt humorvoll und leicht verpackt zu präsentieren. Seine Beispiele verdeutlichten die Faktenlage, „in Köln gibt es ungefähr so viele Muslime wie Protestanten, in Hamburg so viele wie Katholiken“, er widmete sich der Frage nach der deutschen „Unterverjüngung“, laut Hartwig Birg helfe „staatliche Animation nicht wirklich, die Deutschen wollen sich eben nicht vermehren – den Pandabären vergleichbar“ und er bezog klar Stellung zum Thema Migration, sie müsse „gestaltet und vor allem beherrscht werden… wir können nicht grenzenlos Armut importieren“, nur ein wirtschaftlich und sozial intaktes Deutschland sei „in der Lage, in der Welt zu helfen“. Auch ließ Steiner keinen Zweifel an seiner Einstellung zu Rechtslage, das deutsche Grundgesetz stehe „nicht zur Disposition“. Zwar sei Rotary Deutschland nicht so konstruiert, dass es die Lösung gesellschaftlicher und staatlicher Großprobleme auf sich nehmen könne, man dürfe „aber wohl den Rotarier als Edelreservisten bezeichnen, den es zum Spieleinsatz in Sachen Integration zu ermutigen gilt“. Schulen und Vereine seien „die ersten Ansprechpartner für mögliche Aktivitäten“ (kompletter Vortrag im Anhang).
So setzte Prof. Udo Steiner unbestritten den Schwerpunkt in einer Veranstaltung, die einen guten Mix aus Wissenswertem sowohl zum derzeitigen Stand ausgewählter rotarischer Projekte als auch grundsätzliche Informationen zu Rotary International bieten konnte.

Einen Ein- und Ausblick auf das rotarische Jahr 2001/2012 gab der künftige Governor Johannes Koehler, der begeistert von seiner Reise aus San Diego und seinem dortigen Besuch der International Assembly berichtete.
Besonders beeindruckt zeigte er sich vom neuen Weltpräsidenten Kalyan Benerjee, der aus Indien kommt. Dieser gewinne „sofort durch seine Zurückhaltung und Bescheidenheit, überzeugt jedoch durch sein Charisma“, so Koehler.
Mit dabei hatte er auch das neue Jahresmotto „Reach Within to Embrace Humanitiy“, was zugegebenermaßen nicht einfach ins Deutsche zu übertragen ist. Die offizielle deutsche Übersetzung lautet: „Finde Dich selbst und handele mitmenschlich“. Seine „persönliche Auslegung“ – so Johannes Koehler - „sei vielleicht etwas eingängiger“ und so schlug er als Motto „Aus innerer Überzeugung mitmenschlich handeln“ oder- noch kürzer - „Mitmenschlichkeit aus Überzeugung“ vor (mehr zum Jahresmotto im Kasten rechte Spalte).
Ebenfalls aus San Diego hatte er die Anregung des Weltpräsidenten mitgebracht, dass die Veranstaltung ein „guter Moment“ sei, „die Freunde kennen zu lernen, die gleichzeitig mit Ihnen das nächste rotarische Jahre bestreiten“. Und so wurde dem Kennenlernen im Programm auch zeitlich Rechnung getragen: die Pausen waren nicht zu knapp und boten Gelegenheit für Gespräche.

Einer der Tagesordnungspunkte sei noch erwähnt, da er ebenfalls dafür gesorgt hatte, dass eine etwaige „Steifigkeit“ gar nicht aufkommen wollte: Im Rahmen der Präsentation dreier erfolgreicher Schulprojekte hatte der RC Nürnberg-Sebald sein Schulprojekt „live“ mitgebracht: Die Band der Sperberschule aus Nürnberg zeigte mit heißen Rhythmen und Rockmusik, dass ihr Motto „Musik macht stark“ durchaus wörtlich zu nehmen sei. Wie hervorragend Musik Barrieren überwinden helfen kann, wird umso deutlicher, wenn man berücksichtigt, dass an der Sperberschule in Nürnberg Schülerinnen und Schüler aus 30 Nationen unterrichtet werden und 80 Prozent einen Migrationshintergrund aufweisen. Die Band schaffte es zudem im wahrsten Sinne des Wortes spielend, dass die meisten aller Schuhspitzen gehörig ins Wippen gerieten. (Bericht zu den 3 Schulprojekten folgt).
Und so fiel es Governor Sonnhard Lungfiel zu Ende des PETS sicher nicht schwer zu hoffen, dass viele, die ursprünglich vielleicht nur „aus Pflicht“ nach Hof gekommen seien, nun mit einem Gefühl des  „da hätte ich etwas versäumt, wenn ich nicht dabei gewesen wäre“ die Heimreise antreten konnten.

Bianca Bauer-Stadler

Hier können Sie folgende Vorträge herunterladen:

Vortrag Frau Theobald, RI EAO in Zürich. (pdf-Datei, 9 MB)

Das rotarische Jahr 2011-2012 PETS in Hof am 19.03.2011

So wie sich hier und heute alle Incoming Präsidenten unseres Distrikts versammelt haben, war ich Anfang des Jahres bei der International Assembly in San Diego zusammen mit den anderen ca. 530 Governors aus aller Welt. Dort konnte ich unseren neuen RI Präsident BanerjeeWeltpräsident für 2011/2012 kennen lernen:
Kalyan Banerjee kommt aus Indien. Kalyan Benerjee gewinnt sofort durch seine Zurückhaltung und Bescheidenheit, überzeugt jedoch durch sein Charisma.
   


Er hat für unser Jahr 2011/2012 das Motto ausgegeben: RI Thema 2011/2012
„Reach Within to Embrace Humanity“.

Die offizielle deutsche Übersetzung lautet: „Finde Dich selbst und handele mitmenschlich“.

Vielleicht ist meine persönliche Auslegung etwas eingängiger: „Aus innerer Überzeugung mitmenschlich handeln“ oder kurz „Mitmenschlichkeit aus Überzeugung“.
   
Kalyan Banerjee bat uns damals alle, sich kurz umzusehen und sagte:
„Jetzt ist ein guter Moment die Freunde kennen zu lernen, die gleichzeitig mit Ihnen das nächste rotarische Jahr bestreiten“. Sehen Sie doch bitte hier auch einmal nach rechts und links; auch vor und hinter Ihnen ist ein neuer Freund.
Sie oder er kommen aus einem anderen Club, aus einer anderen Gegend, aus Nordost-Bayern oder Sachsen, aus der Oberpfalz, aus dem Vogtland, aus Oberfranken, aus der Lausitz, dem Elbland, aus den Bereichen Leipzig, Chemnitz oder Dresden. Jeder hat einen bisschen anderen Akzent in seiner Sprache. Und jeder von uns   
hat einen anderen persönlichen Hintergrund und natürlich eine ganz individuelle Geschichte
Ungeachtet dieser vielen Unterschiede gibt es eins, das uns verbindet: Wir alle sind Rotarier. Jeder von uns hier hat sich zudem bereitgefunden, ein Jahr seines Lebens in den Dienst von Rotary zu stellen und jeder von uns hat somit auch den gleichen Wunsch, das kommende rotarische Jahr 2011/2012, unser Jahr, zu einem guten Jahr werden zu lassen. Ob als Präsident, Sekretär, Schatzmeister oder anderer Amtsträger im Club, ob als Governor oder Incoming, als Governor nominee, als Assistant-Governor oder Mitglied im Distriktsbeirat, jeder von uns möchte doch am Ende des kommenden rotarischen Jahres mit Freude auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken können.
Natürlich sagt sich jeder: „Unser Club kann’s am besten“. Überall sonst sei Rotary ganz anders. Und das ist auch gut so! Diejenigen unter uns, die in anderen Clubs, im Distrikt oder darüber hinaus auf Rotarier treffen, sind meist überrascht, dass Rotary und seine Clubs trotz aller Unterschiede doch so viel Ähnlichkeit erkennen lassen.
Ich selbst habe diese Ähnlichkeit in der internationalen Vielfalt von Rotary erst jetzt wieder bei der International Assembly in San Diego erfahren. Hier und heute wird Rotary International vertreten durch Frau Stephanie Theobald vom RI Büro Zürich. Ich möchte ihr an dieser Stelle dafür ganz herzlich danken, denn man hat im Distrikt nur etwa alle zehn Jahr diese Gelegenheit. In San Diego konnte ich sieben Tage lang die Internationalität von Rotary erleben: Ich traf dort rotarische Freunde aus Nepal und Brasilien, aus Japan und Südafrika, aus Indien, Europa und den USA. Jeder geht mit verblüffender Offenheit und Unbefangenheit auf den Anderen zu, als würde man sich schon seit ewigen Zeiten kennen. Es ist mir ein besonderes Anliegen, Ihnen liebe Freundinnen und Freunde, wenigstens ein bisschen von dieser Offenheit und Unbefangenheit weiter zu reichen. Sie sehen an unserem Programm, dass wir heute über den Tag verteilt in den Pausen insgesamt 2 Stunden für Ihre Kontakte mit Freunden aus anderen Clubs vorgesehen haben. Dies geschieht sehr bewusst und Sie sollten dies nicht als Zeitverschwendung ansehen. Nutzen Sie bitte vielmehr heute diese einmalige Gelegenheit und gehen Sie hier auf Freunde aus den anderen Clubs zu, tauschen Sie sich aus, denn mit den Freunden aus Ihrem eigenen Club treffen Sie sich das ganze Jahr!
Sie kommen bestimmt zu der Erkenntnis: Der große Wert für uns und alle Rotarier in unserer weltweiten Organisation ist der persönliche Nutzen, den wir aus der gemeinsamen Idee ziehen können:
Der Pflege der Freundschaft,
der Anerkennung ethischer Grundsätze und
dem mitmenschlich Handeln aus innerer Überzeugung.
Das erste, die Pflege der Freundschaft ist meist noch am einfachsten zu realisieren. Wir können unsere Freunde wöchentlich beim Meeting in unseren Clubs treffen. Freundschaft geben und Freundschaft nehmen ist ein zwischenmenschliches Geschehen. Aber nur wer präsent ist, kann daran teilhaben. Die Präsenz ist also die Voraussetzung für die Pflege der Freundschaft. Deshalb ist für mich die Präsenz die Grundlage rotarischer Freundschaft.
Das zweite, die Anerkennung ethischer Grundsätze ist zunächst sehr abstrakt und gelingt schon weniger leicht. Aber wir haben doch den perfekten Schlüssel dafür: Als künftige Präsidenten und Amtsträger in Ihren Clubs kennen Sie die „Vier Fragen Probe“.
Ist es wahr?
Ist es fair?
Wird es Freundschaft und guten Willen fördern?
Wird es dem Wohl aller Beteiligten dienen?
Vor einigen Wochen war ich Gast in einem Club, der zufällig an diesem Tag einen neuen Freund aufgenommen hat. Sie kennen das Ritual: Der Präsident spricht, steckt dem neuen Freund die Nadel an, es kommt zum Handschlag. Was dann aber geschah, hat mich ungeheuer beeindruckt: Der neue Freund bekam – schön gerahmt – die „Vier Fragen Probe“! Mit diesem Schlüssel wird uns die Anerkennung ethischer Grundsätze leicht gemacht. Darf ich fragen, wann haben Sie das letzte mal an die „Vier Fragen Probe“ gedacht haben? Ich gebe gerne zu: Diesem hohen Anspruch zu genügen, fällt auch mir nicht immer leicht.
Schließlich drittens das mitmenschlich Handeln. Sie erinnern sich, dass dies meine persönliche Quintessenz aus dem Motto unseres Weltpräsidenten 2011/2012 Kalyan Banerjee ist. Die beste Möglichkeit, zum mitmenschlichen Handeln bieten die vielfältigen Projekte von Rotary. Dies sind vor allem die Fokusbereiche:
Frieden und Konfliktprävention/-lösung
Krankheitsprävention und – behandlung
Wasser- und sanitäre Grundversorgung
Gesundheit von Müttern und Kindern
Grundbildung und Alphabetisierung
Wirtschaftliche und kommunale Entwicklung
Wenn ich in meinem Club oder in anderen Clubs, wenn ich hier im Distrikt oder wenn ich bei anderen rotarischen Veranstaltungen und Gelegenheiten auf rotarische Freunde treffe, die diesem Ideal des Dienens, des selbstlosen Dienens –
des Service above self – wenn ich also auf Freunde treffe, die diesem Ideal sehr nahe kommen, dann motiviert mich das immer wieder aufs Neue.
Wir werden jetzt gleich von hervorragenden Beispielen des Service above self hören: Drei erfolgreiche Beispiele aus dem Schulprojekt unseres Distrikts, das ich auch in unserem Jahr fortsetzen und mit dem zusätzlichen Akzent auf Migration und Integration versehen möchte. Wir werden sehen, wie Rotaract den Service above self verwirklicht hat und Sie sollten sich dazu in der Pause bei Rotaract umsehen. Danach wird uns Stephanie Theobald Rotary International näher bringen. Im Festvortrag schließlich wird uns Freund Steiner die Frage stellen: „Migration und Integration – wie geht es weiter?“
Nach der Mittagspause treffen wir uns in den Arbeitskreisen und anschließend nochmals zu einer kurzen Zusammenfassung des Tages. Der Clubaufruf ist bewusst ans Ende der Veranstaltung gesetzt um Ihnen allen danach einen sicheren Heimweg zu wünschen.
Wir alle haben uns sehr viel Mühe mit dem Programm gegeben. Ich wünsche Ihnen allen mit diesem Programm einen erfolgreichen, informativen und interessanten Tag!

Johannes Koehler



Fotogalerie

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RI Präsident Kalyan Banerjee und DG Koehler Schulband Festredner Freund Steiner
Frau Theobald von EAO Zürich 1880 Governor (DGN Simper nicht auf dem Bild) Rotaract




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