Rotarische Projektreise
Begeisterter Empfang in Indien




Unter Leitung von Pastgovernor Reinhard Fricke (Distrikt 1870) führte die Projektreise des deutsch-indischen Länderausschusses im Februar von Kolkata über Zentralindien nach Chennai und anschließend in den tiefen Süden Indiens, nach Kerala. Mit dabei auf der Reise per Flugzeug, Bahn und Bus der Pastgovernor unseres Distrikts, Peter Iblher.
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Bereits von unterwegs meldete sich Iblher begeistert und bewegt: „Inzwischen bin ich in Chennai, dem früheren Madras, der fünftgrößten indischen Stadt. Hier und auf dem Weg hierher habe ich viele engagierte indische Rotarier kennengelernt und Hochachtung vor ihrer Organisation entwickelt, die in sehr schwierigen sozialen und geografischen Situationen zum Tragen kommt: Behindertenprojekte, Schulengagement, Einsatz für eine schnellere gesellschaftliche Anpassung in diesem Riesenland. Seine Beine stecken noch tief im Schlamm, während der Kopf bereits zum Höhenflug ansetzt“.
Unter teils abenteuerlichen Verhältnissen legte die rotarische Delegation über 5000 km zurück und bekam „viele sehr engagierte und befriedigende Projekte zu sehen: Ausbildungsinternate für Straßenkinder und Kinder von Leprakranken, rotarische Krankenhäuser für Arme, Berufsausbildungen für Analphabeten und verlassene Frauen, Tsunamiersatzhäuser und Brunnenbohrungen“ so Peter Iblher nach seiner Rückkehr vor ein paar Tagen.
Nach dem Bericht des Governors Subu aus Chennai bei der letztjährigen Distriktskonferenz in Amberg über ein Aufwertungsprogramm für Einfachschulen auf dem Land ("schools into smiles") und der Präsentation einer Beispielschule in Vadamanapakkam, 150 km westlich von Chennai, hatten die RC’s Amberg, Nürnberg-Reichswald, Nürnberg-Sigena und unser Distrikt insgesamt 5.500.- € gespendet. Sie sollten besonders zur Sicherung der Mädchenteilnahme entsprechend getrennte Toilettenbauten ermöglichen.
Der Besuch dieser Schule während der Projektreise glich – laut Iblher - einem Volksfest. Seine Mail von damals lässt die Begeisterung erahnen: „Empfang am Dorfeingang mit lokaler Musikinstrumentierung, Ehrenbaldachin und -hut, Kette um den Hals, Blumenregen, Ansprache in der Grundschule, die ich mit Playmobilmännchen ausstattete, Weitermarsch zur Hauptschule immer mit Musik und Knallfröschen, Ansprachen des Dorfältesten, des Rotarypräsidenten, ich selber, übersetzt vom Governorkollegen und inzwischen engem Freund „Subu“, Fotos mit dem Rohbau der neuen rotarischen Infrastruktur, Kinderjubel, Überreichen von Nürnberger Schreib- und Malstiften, Schütteln von unzähligen kindlichen Abschiedshänden“.
Bei allem Aufwand in einem noch nicht voll erschlossenen Land bereut Peter Iblher nicht eine Minute dieser Reise. Sie war nach seiner Meinung „ein Treffer“. Der Kontakt zu Beteiligten und Rotariern war „psychologisch vielfach wirksamer als der materielle Wert der Unterstützung“, denn er vermittelte Menschen in Indien „das Gefühl: hier hat man in Deutschland an uns gedacht“.
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