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Offizielles UNESCO Projekt

„Lichtensteiner Schulmodell“

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UNESCO Projekt Eines der besonderen Anliegen der Rotary Clubs des Distrikts 1880 ist es, der Bevölkerung – vor allem aber der Jugend – Denkweisen und Traditionen der Menschen aus anderen Kulturkreisen erlebnisreich näher zu bringen, sie dabei für Umweltthemen zu sensibilisieren, mit dem Ziel, dass sie in Eigeninitiative über Lösungsansätze nachdenken und eine entsprechende Berufsorientierung erhalten. Zur praxisnahen Umsetzung dieses Anliegens wurde in Kooperation mit der Daetz-Stiftung und dem sächsischen Kultusministerium das „Lichtensteiner Schulmodell“ entwickelt.
Die Globalisierung und die durch die demographische Entwicklung unausweichlich zunehmende Migration stellen unsere Bevölkerung vor große Herausforderungen. Um dabei Konflikten zwischen unterschiedlichen ethnischen Gruppen in Deutschland – besonders in Ballungszentren – entgegen zu treten, ist es erforderlich, sich mit gegenseitiger Hochachtung und gebührendem Respekt auf Augenhöhe zu begegnen. Dies kann nicht durch Verordnungen erreicht werden, sondern ausschließlich durch Bildungsaktivitäten, sowohl auf Seiten der Migranten als auch auf Seiten der deutschen Bevölkerung.

Zudem wird sich die Industrie-Ökonomie in unserem Lande in den kommenden Dekaden zusehends zu einer Wissens-Ökonomie entwickeln, wobei sowohl Forschung in Sachen Umweltprobleme als auch die Entwicklung der Technik für alternative Energiequellen einen großen Stellenwert einnehmen werden. Die Ökologie wird ohne Zweifel die Ökonomie nach sich ziehen, d.h. auf diesen Gebieten werden vermehrt Fachkräfte benötigt und neue Arbeitsplätze entstehen.

Neben der Vermittlung von Fachwissen wird es für den beruflichen Erfolg mehr und mehr erforderlich, einen verständnisvollen Umgang mit Menschen aus anderen Ländern zu fördern und Fähigkeiten zu erlernen, auch international kommunizieren zu können. All dies ist Ziel des „Lichtensteiner Schulmodells“, entwickelt vom Rotary Distrikt 1880, der Daetz-Stiftung und dem sächsischen Kultusministeriums.

An jeweils fünf zusammenhängenden Unterrichtstagen  im Rahmen einer Projektwoche sollen Schülerinnen und Schülern vorerst in Gymnasien und Mittelschulen – später auch in Berufschulen – die Denkweisen, Glaubensformen, Traditionen sowie die wirtschaftlichen, sozialen und umweltrelevanten Gegebenheiten einiger Länder näher gebracht werden.
Mit Hilfe eines vom Kultusministeriums zur Verfügung gestellten Fachlehrerteams wurden bis heute die landesbezogenen Module Indien, Türkei, China, Polen und Tschechien entwickelt, die Module Russland und Afrika werden im kommenden Jahr fertig gestellt sein.
Die Module Indien, Türkei und China wurden in den letzten zwei Jahren bereits von ca. 3.600 Schülerinnen und Schülern mit großem Engagement in den Schulen Sachsens erlebt.

Eine wesentliche Besonderheit des „Lichtensteiner Modells“ besteht darin, dass alle Lehrinhalte mit den ausländischen Landesregierungen über ihre Botschaften abgestimmt und anschließend durch Botschaftsvertreter offiziell für den deutschen Schulbetrieb freigegeben werden.
Die Inhalte der Unterrichtsmodule zur Förderung interkultureller Kompetenz, zur Sensibilisierung für Umweltthemen und zur praxisnahen Berufsorientierung berücksichtigen umfassend die Kriterien der Vereinten Nation für die Bildung Nachhaltiger Entwicklung (BNE). Daher wurde das Lichtensteiner Modell im Juni 2009 von der UNESCO zum offiziellen Projekt der Weltdekade der Vereinten Nationen 2005 – 2014 erklärt.

Das zukunftsweisende Schulmodell wird im kommenden Schuljahr sachsenweit eingeführt. Für das Schuljahr 2010/2011 besteht die Absicht, es auch an andere Bundesländer heranzuführen, insbesondere im Freistaat Bayern durch die dortigen rotarischen Clubs des Distrikts 1880.

Um dieses innovative Konzept deutschlandweit bekannt werden zu lassen, wird der Distrikt 1880 zusammen mit der Daetz-Stiftung am 28. März 2010 morgens um 10:30 Uhr ein Benefizkonzert in der Semperoper in Dresden veranstalten. Das Motto wird lauten „Eine musikalische Reise um die Welt“. Dem Publikum und den Medien wird dabei das beschriebene Schulmodell vorgestellt und zwar in Anwesenheit der Botschafter der betreffenden Länder.

Nähere Informationen über die Inhalte des Lichtensteiner Modells, aber auch über das Programm des Benefizkonzertes und über die Reservierung von Tickets erhalten Sie unter 037204 – 585820.




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