Halbjahreskonferenz der PräsidentInnen in Leipzig
Rotarisches Rad hat Fahrt aufgenommen




Leipzig - Hauptreferent Prof. Manfred Prenzel gibt Einblicke in PISA-Studie – Erfahrungsaustausch des Distriktsprojekts „Schule – Sprungbrett in die Zukunft“ – Treffen der rund 150 Teilnehmer in der Helmholtz-Mittelschule in Leipzig.
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Wer von den anwesenden RotarierInnen bis dahin nicht wusste, dass PISA für das „Programme for International Student Assessment“ steht, dass deren Hauptfragestellung lautet „Wie gut sind fünfzehnjährige Jugendliche auf die Anforderungen der Wissensgesellschaft vorbereitet“ und wer die aktuellen Ergebnisse dieser Studie im Detail erläutert und bewertet wissen wollte, der war gut beraten, zur Halbjahreskonferenz nach Leipzig zu fahren. Denn seit dem letzten November-Wochenende kann er/sie in Sachen PISA auf jeden Fall „mitreden“. Aus kompetenterem Mund als dem von Prof. Manfred Prenzel vom Leibnitz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) an der Universität Kiel hätte er sein Wissen wohl kaum vermittelt bekommen können. In seinem Vortrag „Schulen in Deutschland – Bildungsergebnisse und Herausforderungen“ ging er auf Lesekompetenzen und naturwissenschaftliche Kompetenzen im Ländervergleich, im Schulvergleich, im Vergleich Mädchen/Jungen ebenso ein wie auf die Relation von Kompetenzen und Unterrichtszeiten als auch auf die zu ziehenden Konsequenzen. Wer die Ergebnisse noch einmal in Ruhe nachlesen möchte, findet den Vortrag als pfd im Anhang.
Und so stand die diesjährige rotarische Halbjahreskonferenz ganz im Zeichen des Distrikt-Projekts „Schule – Sprungbrett für die Zukunft“. Die Diskussionen der Projektthemen in sechs Arbeitskreisen sollten zu weiterführenden Anregungen für Öffentlichkeit und Politik führen. Außerdem präsentierten die Rotary Clubs aus Nordbayern und Sachsen ihre Schul-Projekte in einer Poster-Ausstellung, die auf einen Blick eine Übersicht über Projektpartner, Ziele, Vorgehensweise, Ergebnisse und Konsequenzen der Vorhaben ermöglichte.
Auch die Projekt-Statistik kann sich sehen lassen: Inzwischen haben 58 Clubs (von 64) zu mehr als 75 Schulen Kontakt aufgenommen und 92 Kooperationen zu ihrer Unterstützung begonnen. Etwa die Hälfte der Projekte befasst sich mit Haupt- und Mittelschulen, um deren Schülern mehr Chancen für den Berufsweg zu vermitteln. Den Schwerpunkt der Projekte bilden „Berufsinformation“ und „Wirtschaftskontakte“. Weitere Themen befassen sich mit „Didaktik“, „Gesundheit und Sport“, „Kreativität, Musik und Theater“, „Internationale Orientierung“ und „Wertebildung und Toleranzerziehung“.
So nennt sich ein Hofer Projekt z. B. „Gesunde Kids/Menschen laufen für Menschen“. Vor dem Hintergrund vieler übergewichtiger Schulkinder hat dieses zum Ziel, Bewegungsverhalten und Essgewohnheiten der Kinder positiv zu beeinflussen. In Fürth wiederum wendet sich ein Projekt mit einem Trainingsprogramm an Hauptschüler. Es versucht ihnen Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen, sich besser im Leben zurechtzufinden und damit gleichzeitig die Gewaltbereitschaft zu verringern. Die Helmholtz-Mittelschule in Leipzig und der Rotary Club Leipzig-Centrum hingegen starten das Projekt „Schnupperpraktika bei Siemens“. Unterstützung der technischen Unterrichtsfächer sowie technische Praktika sind bereits für den Januar 2009 vorgesehen.
Die Governor Iblher, Sahlmann und Lungfiel begrüßen jede neue Schule und jeden teilnehmenden Rotary Club. Die Projekte werden vom Distrikt mindestens drei Jahre begleitet. In einem kontinuierlichen Erfahrungsaustausch sollen die Erfahrungen und Ergebnisse möglichst weit nutzbar gemacht werden und mit in erforderliche Reformen einfließen.
Fotos zur Bildergalerie folgen in Kürze.
PISA - Vortrag von Prof. M. Prenzel (PDF-Datei, 0,1 MB) TV-Mitschnitt der Halbjahreskonferenz zum Schul-Projekt (MPG-Datei, 122 MB) |
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