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Sitzung des Distriktsbeirates in Hof

Kompetenz aus Indien für deutsche Wirtschaft und Wissenschaft

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Jürgen Lehmann, Präsident der Fachhochschule Hof Anlässlich der Sitzung des Distriktsbeirates in Hof erhielten die Teilnehmer in einem höchst anschaulichen Beitrag von Jürgen Lehmann, dem Präsidenten der dortigen Fachhochschule, einen Überblick über die Gründe, Absichten und Ziele des Bayerisch-Indischen Kompetenzzentrums.

Die demographische Entwicklung in Deutschland und die von ihm als unzureichend beurteilte Unterstützung der Hochschulen in Deutschland haben den Präsidenten Jürgen Lehmann veranlasst, das Bayerisch-Indische Kompetenzzentrum an der Hochschule Hof ins Leben zu rufen. Ziel des Zentrums ist es, einen Know-how-Transfer zwischen Indien und Deutschland herzustellen und auf diese Weise mittelständischen Unternehmen den Weg nach Indien zu ebnen bzw. zu erleichtern.
Um dies zu erreichen, sollen junge indische Studenten mit hoher Qualifikation zu einem Studium in Deutschland bewegt werden. Diese Studenten, die dual auch in deutschen Betrieben ausgebildet werden und nach ihrer Ausbildung für eine gewisse Zeit in Deutschland bleiben, könnten künftig, nach ihrer Rückkehr nach Indien, „Brückenköpfe“ für deutsche Unternehmen bilden. Sie beherrschen beide Sprachen, sind mit beiden Kulturen vertraut und wären damit ideale Partner für Kooperationen im unternehmerischen wie akademischen Bereich.

Das Bayerisch-Indische Kompetenzzentrum stünde bei seinen Bemühungen, qualifizierte Studenten nach Deutschland zu holen, in einem intensiven Wettbewerb mit anderen Ländern, so Lehmann weiter. Diese Wettbewerber verfolgten das gleiche Ziel, könnten aber zum Teil erheblich bessere Ausbildungsangebote machen und würben Studenten nach England, die  USA, aber auch nach Malaysia oder Thailand ab. Deutschland laufe Gefahr, sein hohes Ansehen wegen unzureichender Aktivitäten und bürokratischer Schwierigkeiten zu verlieren. Hinzu komme, dass in Indien selbst ein Mangel an Fachkräften bestünde. Das gestiegene Selbstbewusstsein der indischen Nation erschwere das Schmieden derartiger Kooperationen zusätzlich.

Mittlerweile konnte das Kompetenzzentrum Kontakte mit drei indischen Hochschulen knüpfen und auch Partnerschaften begründen. Eine weitere Partnerschaft ist in Vorbereitung, eine in Aussicht.

Jürgen Lehmann sieht die Entwicklung des Kompetenzzentrums auf einem guten Weg, wünscht aber eine deutlich stärkere Unterstützung durch öffentliche Institutionen aus Bayern und dem Bund.

Governor Peter Iblher verwies auf die von ihm und anderen Rotariern aus dem Distrikt geknüpften Verbindungen zu Indern, die gepflegt und ausgebaut werden sollten. Er konnte bei seinen Gesprächen feststellen, dass die indische Elite gegenwärtig nach internationalen Bindungen und Kontakten suche. Diese würden aber binnen weniger Jahre geknüpft sein, so dass jetzt der Zeitpunkt zum Handeln sei. Die sich aktuell bietenden Chancen seien in zwei bis drei Jahren nicht mehr gegeben.

Iblher verwies weiterhin darauf, dass Rotary eine hervorragende Plattform biete, um diese Kontakte aufzugreifen und zu vertiefen. So hat er zwei indische Governorkollegen zur Distriktskonferenz 2009 / 10 nach Deutschland eingeladen. Er wirbt in den Clubs intensiv für die Herstellung solcher rotarischer Verbindungen und hat als Preis für die erste Partnerschaft den bekannten „indischen Hut“ ausgelobt.





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