Zwei Wochen gelebte Freundschaft
Internationales Jugendcamp des RC Freital




„Wer miteinander Freundschaft pflegt, schießt nicht aufeinander“ das ist das aussagestarke Motto des Freitaler Jugendcamps, das in diesem Juli bereits zum 13sten Mal stattfand. Aber nicht nur das Motto, auch die Zahlen sind beeindruckend: 23 Jugendliche aus 19 Ländern und vier Kontinenten trafen sich heuer zwei Wochen lang zum Wandern, Klettern, Tauchen Reiten und Kennenlernen im schönen Sachsen.
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Begonnen hatte alles im Jahr 1992, als der RC Freital gezielt nach einem Partner Club im benachbarten Tschechien suchte. Dabei stieß er auf den damals in Gründung befindlichen RC Liberec-Jablonec (Reichenberg-Gablonz) in Nordböhmen, mit dem er heute auf eine außerordentlich erfolgreiche und intensive Partnerschaft zurückblicken kann.
Das Governorprojekt von Freund Engelhardt - Kinder aus geschädigten Regionen benachbarter (Ostblock-)Länder nach Deutschland einzuladen - wurde zum gemeinsamen Projekt der beiden Clubs. Diese im Jahr 1993 durchgeführte Aktion wurde ein Riesenerfolg und brachte den Kindern vor allem einen enormen Schub beim Erlernen der deutschen Sprache. Dieser Erfolg ermutigte die Freitaler darüber nachzudenken, wie der Club mit weiteren grenzüberschreitenden Aktionen mit Jugendlichen tätig werden könne.
Das Ergebnis dieser Überlegungen ist das jährlich durchgeführte Jugendcamp, das 1996 zum ersten Mal stattfand, seitdem ständig weiterentwickelt wurde und seit 2004 unter dem Slogan „Enjoy Saxony“ beworben wird. Das Camp wird als Zeltlager auf einem Parkplatz betrieben. Das DRK Freital stellt dabei die Zelte und die Stadt Rabenau als Eigentümer den Platz und das Sanitär-u.Vereinsgebäude des Sportplatzes kostenlos zur Verfügung. Ziel des Camps ist die Völkerverständigung und das Kennenlernen Deutschlands. Dass dabei ein schönes und gastfreundliches Sachsen erlebt wird, liegt in der Natur der Sache.
Das Programm des Camps ist überwiegend sportlich betont: Es wird gewandert, geklettert, getaucht, geritten, Golf , Bowling u. Fußball gespielt, mit Pfeil u. Bogen geschossen, Schlauch-, Drachenboot und Fahrrad gefahren, es werden aber auch die Städte Dresden, Meissen, Freiberg und Berlin besichtigt, die Sächsische Schweiz und das Erzgebirge und dabei eine Silbererzmine und eine historische Schmiede besucht, um nur einige der Unternehmungen zu nennen.
Seit vielen Jahren vielfältig unterstützt wird der RC Freital dabei von den Rotary Clubs Freiberg, Pirna u. Meissen. Sie sind z. B. als Betreuer des Camps mit dabei, denn während der gesamten 2 Wochen wird das Lager z. B. Tag u. Nacht von Rotariern bewacht.
Auch in diesem Jahr beeindruckte wieder eine ganz besondere Erfahrung des Camps: Der unbeschwerte Umgang der Jugendlichen aus völlig unterschiedlichen Ländern und Kulturen miteinander und ihre Achtung der kulturellen und religiösen Bindungen der jeweils anderen. Oft ist schon am Anreisetag der Bann gebrochen und die Gruppe wächst zu einer echten Gemeinschaft zusammen. Am Ende sind dann alle dicke Freunde und beim Abschiednehmen fließen auch schon mal ein paar Tränen. Die Verbindungen untereinander halten oft über viele Jahre, auch zu den Helfern. Und so mancher Teilnehmer ist später als Austauschschüler oder Student wieder in der Region oder im Club aufgetaucht.
Nähere Informationen zum Freitaler Camp sind zu finden unter der Website http://home.arcor.de/rotaryfreital
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