Ein rotarisches Jahr hat mehrere Besonderheiten: Zum einen beginnt es im Juli, zum anderen steht im jeweiligen Jahr ein Governor seinem Distrikt vor und zum dritten stellt dieser sein „Herrschaftsjahr“ stets unter ein bestimmtes Motto.
Carl-Otto Thorwart, Governor des eben zu Ende gegangenen rotarischen Jahres des Distrikts 1880, zu dem u. a. auch die Rotary Clubs im Großraum Nürnberg aber auch Clubs in Sachsen gehören, erklärte die Grundwerte bzw. die Diskussion über dieselben zu seinem Governor-Projekt der Jahre 2007/2008. >> Mehr...
Mit diesem Projekt wollte man das Bewusstsein über den Inhalt von Grundwerten und deren aktuellen Bedeutung fördern, gleichzeitig sollten die entstandenen Diskussionen und Treffen die Freundschaft zwischen Rotariern aus unterschiedlichen Clubs und die - noch lange nicht abgeschlossene - geistige Wiedervereinigung zwischen „alten“ und „neuen“ Bundesländern fördern.
Rund 200 Mitglieder der insgesamt 64 rotarischen Clubs des gemischt bayerisch-sächsischen Distrikts 1880 trafen sich nun am Wochenende in Nürnberg zur alljährlich stattfindenden Distriktkonferenz, um Bilanz zu ziehen und neue Projekte vorzustellen.
Schwer- und Höhepunkte der Veranstaltung waren zudem der Besuch von Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly, der über „Nürnberg, von der Stadt der Reichsparteitage zur Stadt der Menschenrechte“ referierte sowie der Besuch von Abraham I. Gordon, dem Vertreter des rotarischen Weltpräsidenten.
Die Distriktskonferenz war aber auch Forum für Peter Iblher, den neuen Governor für das rotarische Jahr 08/09. Eines seiner erklärten Ziele ist die Stärkung und Forcierung des Projekts „Schulen, Sprungbrett für die Zukunft“.
Mit diesem Projekt will Rotary dem wichtigen Thema Ausbildung Rechnung tragen. Seit September vergangenen Jahres bereits arbeiten rotarische Clubs in Sachsen und Bayern mit Schulen vor Ort zusammen und bieten Hilfe bei der Bewältigung von Erziehungsaufgaben an. An erster Stelle stehen hierbei keine theoretischen Erörterungen sondern aktive und praktische Unterstützung. Was welche Schule und in welchem Umfang plant und benötigt, hatte man im Vorfeld mittels Fragebogens eruiert.
Über 80 Kooperationen zwischen Schulen und Clubs haben sich derzeit bereits ergeben. Die Palette der Konzepte reicht von z. B. Leseförderung und Berufsorientierung über Toleranzerziehung bis hin zum gemeinsam entwickelten und umgebauten Schulhof.