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Jugenddienst - Aktuelles



Im Bereich Jugenddienst liegen folgende Meldungen und Events vor: - 2. Quartalsbericht aus Mexico von Paula Hohlfeld
Liebe Rotarier
Nun ist schon fast ein halbes Jahr vergangen und ich habe das Gefuehl, dass mir nicht mehr viel Zeit bleibt um die Schoenheiten des Landes zu geniessen!
Ich muß sagen, nach meiner Zeit hier in Mexiko, habe ich mich in das Land und vor allem in die Mentalitaet der Mexikaner verliebt! Durch viele Reisen mit Rotarie durfte ich die verschiedensten Seiten des Landes kennenlernen. Mit Rotary ging es Anfang Dezember fuer mich nach Guanajuato. Dort haben sich alle Austauschschueler aus ganz Mexiko getroffen. Es war sehr interresant mit allen 450 Inbounds Erfahrungen austauschen zu koennen. Wir hatten in den 3 Tagen ein sehr volles Programm. Es ging frueh am Morgen los, zu verschiedenen Sehenswuerdigkeiten, und am Nachmittag standen sportliche Aktivitaeten auf dem Programm. Die Kolonialstadt Guanajuato fand ich sehr interessant, denn sie ist sehr vom Bergbau geprägt. In ihrem gesamten Stadtgebiet ist sie mit Mienenschaechten durchzogen. Da alle Strassen oberirdisch sehr eng sind, hat man alle Hauptstrassen in die Mienenschaechte verlegt. In der Stadt gibt es zahlreiche kleine begruente Plaetze mit Cafes und Restaurants. Die Gebaude im Spanischen Kolonialstil sind sehr beeindruckend.
Wieder in Tampico bereiteten wir uns auf Weihnachten vor. Überall wurden außen an den Haeusern Lichterketten angebracht. Aber ganz ehrlich bei 23 Grad wollte bei mir die Weihnachtsstimmung einfach nicht aufkommen. Die Weihnachtsdekoration unterscheidet sich hier deutlich zu Deutschland. Ueberall sieht man bunte Lichterketten an den Hausfassaden und in jeder Wohnung darf eine beleutete Krippe nicht fehlen. Auch der Weihnachtsbaum ist sehr imposant. Eine Lichterkette reicht meistens nicht aus und es werden Kugeln in den unterschiedlichsten Farben und Formen kombiniert. Am Heiligabend sind wir in das Haus meiner Tante gefahren. Dort hat sich die ganze Familie zum Essen und gemuetlichen Beisammensein eingefunden. Hier gibt es erst am Morgen des 25.12. Geschenke. Ich hatte fuer meine Familie Kleinigkeiten aus Deutschland mitgebracht, worueber sich alle sehr gefreut haben. Am Abend dann ging es zu meiner Gastoma. Es wurde wieder gemuetlich zusammen gesessen und natuerlich viel gegessen.
Und dann war auch schon das Jahr zu Ende. Am 31.12 ist es hier ueblich, dass zuerst mit der Familie das neue Jahr begruesst wird. Also ging es wieder in das Haus meiner Gastoma, wo wir mit der gesamten Familie auf das neue Jahr angestossen haben. Nach 1.00 Uhr dann bin ich mit meinem Gastbruedern zu einer Silvester Party gefahren. Hier duerfen zu Silvester natuerlich auch nicht die Silvesterraketen nicht fehlen. Beim Zünden gibt es einen ohrenbetäubenden Knall und man sieht nur noch Rauch. Demzufolge war am frühen Morgen, als ich mit meinem Gastbruder nach Hause gefahren bin, immer noch alles so vernebelt, daß wir nur im Schritt Tempo fahren konnten.
Meine Schule hier ist sehr klein aber auch sehr familiaer. Der Lehrer wird mit Handschlag begruesst. Es ist auch ueblich dass man sich mit dem Vornamen anspricht. Ich hatte auch keine Probleme mich einzuleben. Ich spiele hier in der Volleyballmanschaft meiner Schule und habe dadurch auch viele neue Freunde kennengelernt. Ich habe regelmaessig zwei mal in der Woche Training. Es kann aber auch passieren, dass wir zusaetzlich noch mit der Jungenmannschaft trainieren. Ich verbringe hier durch das viele Training uebberaschend viel Zeit in der Schule. Wir kommen meist früher zum Training, um noch mit Freunden sprechen zu können oder einfach den anderen beim Training zuzuschauen.
Mein Spanisch hat sich in den letzten drei Monaten extrem verbessert. Ich verstehe mittlerweile alles und habe auch mit dem Sprechen keine Probleme mehr. Nur leider schaffe ich es nicht das r so schoen zu rollen....! Zu meinen Rotarie Treffen gehe ich regelmaessig und auch sehr gerne. An jedem ersten Donnerstag im Monat organisiert mein Club verschiedene Praesentationen ueber die unterschiedlichsten Themen (z.B.: Bogenschiessen, Architektur in Mexico oder die Geschichte von Tampico). Somit sind die Treffen immer sehr abwechslungsreich. Demnaechst veranstaltet mein Club Tampico Miramar eine Benefizveranstaltung zu Gunsten von Kindern mit Zahnproblemen. Vom Erlös soll neue Zahntechnik angeschafft werden.
Ende Januar habe ich meine Gastfamilie gewechselt. Ich muss sagen das Leben hier in meiner neuen Gastfamilie unterscheidet sich schon sehr von meiner ersten Familie. Ich habe wieder zwei Gastbrueder (13 und 15). Meine Gasteltern haben eine Firma und dementsprechend immer sehr viel Arbeit. Auch arbeitet meine neue Gastmutter in der Firma mit. In meiner ersten Familie war nur der Gastpapa berufstätig. Meine neue Familie wohnt in einem anderen Stadtteil. Somit muss ich zur Schule mit dem Bus fahren. Und das kann hier sehr interresant sein. Als erstes gibt es keinen Fahrplan und auch keine Haltestellen. Man stellt sich an die Strasse und wartet auf den naechsten Bus. Man bezahlt, egal mit welchem Bus man faehrt und wie lange, 5 Pesos ( 30 cent). Und man kommt sehr schnell von einem Ort zum anderen, da die Busfahrer sehr zuegig fahren und auch mal ein Vorfahrtschild uebersehen. Leider sind in den letzten Wochen sehr viele Probleme mit meiner zweiten Familie aufgetreten. Deshalb haben mein Rotary Club und ich beschlossen, die Familie nochmals zu wechseln. In meiner jetzigen neuen Familie habe ich wieder zwei Gastgeschwister eine Schwester 21 Jahre und einen Bruder der 17 Jahre alt ist. Ich fuehle mich in meiner neuen Gastfamilie sehr wohl und verstehe mich auch super mit allen. Seid einer Woche hat für mich, nach den langen Ferien über den Jahreswechsel, die Schule wieder begonnen.
In diesem Sinne moechte ich mich noch einmal bei meinem Rotary Club Kamenz 1880. meiner Familie und meinen Freunden bedanken, dass sie mir dieses Jahr ermoeglicht haben.
Paula Hohlfeld



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