Ein Lastwagen für ein Waisenhaus in Angola RC Bayreuth sorgt für Hilfe auf 4 Rädern Das Projekt Kuwata unterstützt das Waisenhaus Luorenco Amadeu in Angola. Das Besondere daran: Dieses Waisenhaus wurde gänzlich ohne die Unterstützung von Außen gegründet und der Leiter plant seit Jahren zusammen mit den umliegenden Dörfern einen landwirtschaftlichen Betrieb zu gründen, der nicht nur Nahrung für das Waisenhaus und die Dorfbewohner produziert, sondern auch Märkte beliefert. Dringend nötig dafür war ein Lastwagen, den nun der RC Bayreuth in Zusammenarbeit mit dem RC Forchheim und der Unterstützung unseres Distrikts auf den Weg geschickt haben.
Angestossen hat dieses Projekt der Dokumentarfilmer Károly Koller, der auch die Bilder zur Verfügung gestellt hat.
„Kuwata“ ist ein Wort aus der Batusprache und bedeutet „anpflanzen“,
„wachsen lassen“, „gedeihen“. Für die Kinder und Jugendlichen des Waisenhauses
Lourenco Amadeu ist „kuwata“ ein sehr wichtiges Wort, denn sie leben von dem,
was auf ihren Feldern wächst. Kuwata ist aber auch ein Wort, das sie manchmal
für ihr eigenes Wachstum und Leben verwenden.
Deshalb sollte das Wort „kuwata“ auch für das vorgestellte
Projekt dienen, dessen Ziel es war, für das Waisenhaus einen gebrauchten
Lastwagen zu beschaffen, mit dessen Hilfe das Heim eine Landwirtschaft aufbauen
und sich damit selbst finanzieren kann. Zurzeit beherbergt es 41 Kinder und verfügt mittlerweile
über eine eigene Schule, die auch den Dorfkindern offen steht. Insgesamt
neunzig Jungen und Mädchen lernen in den fünf Klassen der Elementarschule. Bis
vor kurzem unterrichteten die Lehrer ehrenamtlich. Seit Kurzem übernimmt der
Staat die Besoldung der Lehrer.
Um aber mittel- und langfristig überhaupt bestehen zu
können, benötigt das Heim unbedingt regelmäßige Einnahmequellen. Eine solche
Einnahmequelle könnte die Landwirtschaft sein.
Mit Hilfe des Lastwagens, der durch die Initiative des RC Bayreuth,
mit der Unterstützung des RC Forchheim Distrikt 1950 und unserem Distrikts
angeschafft werden konnte und der derzeit auf dem Weg nach Angola ist, erhofft
man sich nun, einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb gründen zu können, der
die umliegenden Dörfer, das Waisenhaus und die Märkte in Cabinda beliefern kann.
In Cabinda sind Lebensmittel knapp. Entsprechend ließen sich Maniok, Kartoffeln
und andere Feldfrüchte gut verkaufen. Vor allem Bananen gedeihen gut und fänden
in den benachbarten Staaten Demokratische Republik Kongo und Republik Kongo
regen Absatz. Die Felder sind bereits angelegt und endlich kann nun auch mit
der lange zurückgehaltenen Produktion begonnen werden, da bald der Lastwagen da
ist, um die Ernte zu den Märkten zu transportieren.